Grundelemente: Elektronik Wellenformen Obertöne Klangerzeugung analog - digital
Modulationen Wirkung der Hüllkurven
Das akustische Grundmaterial unserer Hörerfahrung ist der Schall:
Schwingungen der Luft, die durch Energie- Impulse erzeugt werden.
Unsere Hörwahrnehmung registriert diese Schallwellen kaum als Einzelschwingungen sondern als komplexes Schallereignis, das als eine akustische Makrostruktur wahrgenommen und geistig eingeordnet und zugeordnet wird.
Die Luft wird meist durch schwingende Körper in entsprechende Bewegung versetzt. So durch Holz, Metalle der Felle. Dau gibt es gezielte Verfahren, Luft in Schwingung zu versetzen, wie bei von der Natur erzeugten Luftwirbeln oder künstlich erzeugten durch die Mundstücke der diversen Blasinstrumente.
Geräusch - Klang -- Ton

Enthält ein Schallereignis in irgendeiner Form Schwingungen, die sich auf einen etwas längeren Zeitraum erstrecken und sich periodisch wiederholen, so entsteht ein Klanggemisch.

Musikalische Phänomene in der elektronischen Musik
Im elektronischen Musikbereich entstehen elektrische Schwingungen durch den regelmäßigen Wechsel von Stromspannungen. Die physikalische Erzeugung von Schallwellen entsteht erst durch die Vibration der Lautsprechermembrane.
Elektrische "Schwingungen" werden in einem sogenannten Tongenerator oder auch in einem Oszillatoren erzeugt.
Im einfachsten Fall ist dieses die Wellenform einer Sinus- oder Cosinus-Kurve. Die Energiezufuhr (Spannung/Volt) wächst in einem Zeitverlauf (x-Achse ) stetig und nimmt wieder ab.
Eine bestimmte Anzahl von Schwingungen pro Sekunde ergibt die Frequenz und wird auch Hertz (Hz) genannt.
Erreicht die Anzahl der Schwingungen ein bestimmtes Maß, so entsteht in unserem Gehirn der Einruck eines einheitlichen Gebildes: Ton.
Unser menschliches Gehirn nimmt diesen wahr, wenn die Schwelle von 16 Schwingungen pro Sekunde überschritten wird bis zu einem oberen Frequenzwert von ca 22OOO Hz, bei älteren Menschen ca 18000 Hz.
Die Anzahl der Schwingungen, die Frequenz bestimmt auch die Tonhöhe.
Um eine Vorstellung davon zu haben:
Das a´ der Stimmgabel hat 440 Hz, der elektrische Brummton
liegt bei 50 Hz der allgemeine elektronische Testton liegt bei 1000 Hz.
Die Lautstärke, ein unerlässlicher Bestandteil der Schwingung und des Hörens ist abhängig von dem Wert der y- Achse eines Wellenverlaufes, der Amplitude.
Sie entspricht dem Energie -Input, also elektronisch: der Stärke der Spannung, mechanisch der Stärke eines Paukenschlages oder der Anstrengung eines Bläsers.
Die Wellenformen
Ein Tongenerator erzeugt neben Tonhöhe und Lautstärke auch
eine bestimmte Wellenform.
Dabei haben sich vier Grund-Wellenformen herausgebildet.
Wie schon erwähnt, ist die Sinus-Wellenform
eine besondere und sehr künstlich erzeugte.

Neben der reinsten, der Sinuswelle, entsteht eine Welle in mit der
Sägezahn-Wellenform.

Diese periodische Welle entsteht durch den Phasor.
Der einfachste Generator erzeugt regelmäßige Impulse nach
dem Prinzip on/off.
Dadurch entstehen Wellen mit der Rechteck
-Wellenform.

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Sinuskurve = rein , geistiges Element der Luft
Sägezahn = scharf , aggressives Element des Feuers
Rechteck = hohl, materielles Element der Erde
Dreieck = sanft, gefühlvolles Element des Wassers
Die Oberton-Struktur eines Klanges
Jeder Klang ist zusammengesetzt aus einem Sinus-Grundton und einer Reihe von harmonischen Obertönen. Die unterschiedliche Zusammensetzung und Stärke dieser Obertöne macht die Klangfarbe aus.
Phänomenal ist, daß die Schwingungen harmonischer Obertöne
zueinander im Verhältnis ganzer rationaler Zahlen stehen.
Nehmen wir einen Grundton mit 100 Hz so hat der erste Oberton die Frequenz
von 200 Hz, also die doppelte Anzahl.
Man kann auch sagen der Grundton (100) verhält sich zu seinem
ersten Oberton (200) wie 1:2
Isoliert man die einzelnen Obertöne aus einem Tonklang, so erhält
man :
Grundton (100) 1
1. Oberton (200) 2
2. Oberton (300) 3
3. Oberton (400) 4
4. Oberton (500) 5
5. Oberton (600) 6
6. Oberton (700) 7
7. Oberton (800) 8
8. Oberton (900) 9
Aus diesen Zahlenverhältnissen ergeben sich aber auch bekannte musikalische Phänomene, nämlich die Intervalle.
Das Zahlenverhältnis 1:2 ergibt das fast gleichklingende Intervall
der Oktave
Das Zahlenverhältnis 2:3 ergibt eine "reine" Quinte
Das Zahlenverhältnis 3:4 ergibt eine "reine" Quarte
Das Zahlenverhältnis 4:5 ergibt eine große
Terz
Das Zahlenverhältnis 5:6 ergibt eine kleine
Terz
Das Zahlenverhältnis 6:7 ist kompliziert und ergibt eine Intervall
zwischen kleiner Terz und großer Sekunde
Das Zahlenverhältnis 7:8 ist ebenfalls kompliziert und ergibt
ein Intervall zwischen großer und kleiner Sekunde
Mit der Größe der Zahlenverhältnisse
werden die Intervalle immer kleiner und die Obertöne
immer unharmonischer.
Die als harmonisch empfundenen Intervalle liegen also am Anfang der Proportionenreihe, wobei aufschlußreich ist, daß der 4., 5. und 6. Oberton den Dreiklang über dem Grundton bilden, allerdings erst in der Oberoktave.
Die Stärke der Obertöne nimmt nach oben hin allgemein ab, so daß die Klangfarbe im wesentlichen von den erstren acht Obertönen bestimmt wird.
Grundmuster der Darstellung einer Klangerzeugung
Instrumental:
Tonerzeugung -
Klangkörper
- Ohr
Streichen
Resonanz und Verstärkung
Blasen
besondere Spieltechniken
Zupfen
Schlagen
Elektronisch:
Tonerzeugung
- Filter -
Verstärker
Oszillator mit Frequenz,
Obertonauswahl (pass)
Volume
Amplitude und
Verstärkung von (peak)
Pan
Wellenform
Resonanztönen (Formanten)
Modulationen
Analog - Digital
Folgt eine Schwingung in ihrem zeitlichen Verlauf dem Spannungsfluß (Volt), so nennt man diese Tonerzeugung analog.
Ist eine Schwingung in ihrem Verlauf durch eine Zahlenreihe bestimmt, so nennt man diese Tonwelle digital.
z. B. ein Klang-Sample besteht aus bis zu 44000 Zahlenangaben pro Sekunde
Klangliches Ausgangsmaterial für die Synthesizer
Veränderungen im zeitlichen Verlauf : Modulationen
Drei Elemente können sich im zeitlichen Verlauf ändern oder verändert werden.
Die Grundparameter sind: der Anstieg (attack)
der Abfall (decay)
die Grundebene (sustain)
Bei Tasteninstrumenten spielt noch das
Daraus kann sich ein recht einfaches Verlaufsmuster ergeben
a d s
r

Oder auch ein recht komplexes , zusammengesetztes.
Die Wiederholung eines solchen Verlaufsmusters wird durch einen eigenen Niederfrequenzgenerator (LFO= Low FrequencyOscillator)erzeugt, bis zu 12 Durchgänge pro Sekunde.
Der Einfluß der Modulatoren im einzelnen
1. EG regelt die Lautstärke
Beispiele:
So haben perkussive Klänge z. B. das Klavier keinen "attack",
einen mehr oder weniger schnellen Abfall und ein vom Pedal bestimmtes "release".
Blasinstrumente haben ein kurzes "attack", fallen dann meist mit steilem "decay" auf ein bestimmtes "sustain" level ab, und stürzen nach dem gehaltenen Ton auf den Nullpunkt ab.
Streicherklänge entwickeln sich meistens und haben dann eine wechselhafte dynamische Struktur.

2. LFO regelt die Lautstärke
Der regelmäßige Lautstärkewechsel erzeugt einen schwebenden
Klang. das Tremolo.
Je nach Welle und Geschwindigkeit solches Niederfrequenzgenerators
wird ein Ton lebendiger.
4. LFO regelt die Klangfarbe
Ein besonderer Effekt wird durch die gleichmäßige Wiederholung einer Klangveränderung erreicht. Man spricht vom sogenannten Wah-Wah - Effekt.
5. EG regelt die Tonhöhe
Hier handelt es sich um die Frequenzmodulation, die nur in seltenen Fällen erwünscht ist, wie z. B. bei der Imitation asiatischer Instrumente mit bestimmten Gleitklängen.
6. LFO regelt die Tonhöhe
Bei großer Ausweitung der Tonschwankung entstehen Heuler, Sirenen, Schüsse oder bei Verwendung des Rausch-Generators rollende Wellen.