Der Sequenzer

    Eine "Sequenz" bedeutet  "Folge", in der Musik also eine Folge von Tonereignissen. Um diese wiederholbar abzurufen  -wie bei einem Tonband - gibt es als Gerät einen Sequenzer.
                              Der Hardware VCO- Sequenzer

Im einfachsten Falle, z. B. unserem Korg S10 gibt es eine Reihe von Reglern, mit denen man unterschiedliche Spannungen einstellen kann. Werden die Ausgänge an einen Tongenerator geführt, so gibt es unterschiedliche Tonhöhen.
                                   
Man kann also mit 24 Reglern eine Melodie von 24 Tönen nacheinander spielen. Hierbei kann man die Geschwindigkeit des Abspielvorgangs einstellen.
Auch den Rhythmus kann man  gestalten, indem man jedem Einzelausgang eine unterschiedliche Dauer gibt.
Interessant wird dieser einfache Hardware-Sequenzer, wenn man eine Reihe (hier 12 Töne) für die Tonhöhen an den Tongenerator und die andere Reihe gleichzeitig an die Filter legt, so daß jeder Ton eine andere Klangfarbe haben kann.
Mit entsprechendem Material eines Rauschgenerators lassen sich so auch drum patterns erzeugen, rhythmische Muster, die sich ständig wiederholen.

    In ähnlicher Weise arbeitet ein Software Sequencer

Bei einigen Synthesizern ist er eingebaut. Man kann also wie auf einem Tonband "record" drücken, und das Gespielte wird eingespeichert. Dann wird mit "play" dasselbe wiedergeben.

Viel weiter entwickelt sind verschiedene Software-Sequenzer-Programme, die weit mehr speichern können, wo man das Aufgenommene in verschiedener Weise bearbeiten  und viele Möglichkeiten des Abspielens bestimmen kann.
    Zunächst handelt es sich um Speicherung und Verarbeitung von MIDI- Daten.
Das ist reines Zahlenmaterial in Bit-Form. Man ist übereingekommen, dass eine bestimmte Zahlengruppe für bestimmte Elemente zuständig und erkennbar ist.
So haben die einzelnen Tasten eine Zahl, das Drücken und Loslassen, die Geschwindigkeit des Anschlags, die Lautstärke, der Filter etc. Alle erdenkbaren
"Parameter" die einen elektronischen Klang bestimmen, haben einen bestimmten Zahlen- Code. Den verstehen alle Synthesizer und Keyboards, die einen Midi -In und Midi Out haben.
Wir benutzen in unserem Studio das Sequenzer Programm von Cubase, das sehr früh für die Macintosh Computer entwickelt wurde und das Programm Cakewalk für die PCs. In erster Linie arbeiten sie zusammen mit externen Synthesizern und keyboards. Man kann aber auch ohne diese Musikstücke kreieren und sie intern abspielen lassen.

In den neueren Computern gibt es meistens einen Midi-Player, der die MIDI- Daten umsetzt und und sie mit einem bestimmten `Instrument` auf der soundcard erklingen läßt. Auf diese Weise lassen sich sehr viele Musikstücke als MIDI-Files mit geringem Verbrauch herunterladen, speichern und abspielen.