Der Synthesizer als modulares System
Wie bereits erwähnt, muß die elektronische
Tonerzeugung bestimmte Prozesse
durchlaufen: In einem Tongenerator
entsteht der Ton, er passiert einen Filter,
und muß in einem Verstärker,
mit einer bestimmten Lautstärke-Verlaufskurve
zum größeren Verstärker geschickt
werden.
Die einzelnen Elemente nennt man auch Module.
Hüllkurvengenerator,
LowFrequenceOscillator, Sample&Hold
Rausch-Generator
Ringmodulator
Mixer
Voltage
Supply Integrator Inverter
Devider
Audioamplifier Voltmeter
Die
Firma Korg hat mit dem MS50 einen festen Modulsatz geliefert, bei Moog
oder Roland 700 (letzterer
steht uns zur Verfügung) gibt es austauschbare und zu
ergänzende Modulbausteine.
Im Prinzip arbeiten sie aber alle gleich.
Die drei Grundmodule
1 = Oktavlagen, 2= Feinregulierung der Tonhöhe ,

Das Modul im Roland 700 arbeitet vorwiegend mit Schiebereglern,
ist natürlich besser gebaut und hat einige sinnvolle Ergänzungen
So sind die Einheiten einerseits innerlich verkabelt,
die 4 Wellenformen haben aber jeweils eigene Ausgänge und stehen
für weitere Verkabelung zur Verfügung.
Für die angelegte Tonhöhenmodulation vom EG (hier ASR)
und LFO sind für die Genauigkeit Schalter, die auf 1/10
gestellt werden können.
Der vom VCO kommende Tonfluß geht im unteren Signaleingang 4 in dieses
Modul und verläßt ihn als signal out (6)
Im Modul selber wird durch den
oberen Regler (1) bestimmt, welcher Oberbereich des Klanges "abgeschnitten"
werden soll :cutoff.
Dazu wird mit dem 2. Regler ein
Spitzenwert (peak) für die Frequenzwerte der Abbruchstelle
angegeben.
Schließlich kann mit einem
3. Regler wieder die den Filter betreffende Modulationsbreite angegeben
werden.
Das Kontrollsignal hat einen eigenen
Eingang (5)
Zum Vergleich das Modul von Roland700:
Alle VCO-Eingänge werden durch einen Filter geführt.
Die Einstellungen, ob Lowpass, Highpass oder Bandpass können
durch Schalter vorbestimmt werden.
Der Hauptregler zeigt den Hz-Bereich, und der Resonanz-Schieberegler
ist ebenfalls skaliert.
Das Filterergebnis hat einen eigenen Ausgang.
Im Modul sind noch die Modulationsregler eingebaut.
3. Das VCA Modul
Durch den Kontroll-Eingang , z.B. eines Hüllkurvengenerators wird die Lautstärke in ihrem zeitlichen Verlauf beeinflußt.
Schließlich ist in diesem
Modul (etwas eigenartig) noch ein Filterregler untergebracht der
die unteren Bereiche "beschneidet" : lowcut
Im Vergleich das Roland700 Modul
Als Eingänge sind 2 VCF und ein freier Platz vorgesehen.
Die auswählbaren EGs (ADSR) sind mit einem
regelbaren Vorverstärker versehen
ebenso wie der freie Eingang,
mit dem man ein Tremolo gestalten kann.
a) Der Hüllkurvengenerator
oder auch EG = envelope generator
In diesem Modul wird ein Spannungswechsel
im zeitlichen Verlauf erstellt.
1 sorgt für die Dauer
und damit Steilheit der Zunahme : attack
2 sorgt für die Dauer
und damit Gefälle der Abnahme : decay
3 ist der Hauptregler für
das gleichbleibende Niveau : sustain
4 bestimmt die Dauer des
Verklingens nach dem Loslassen: release
Die beiden Ausgänge sind
in erster Linie für den Lautstärke-Verlauf und die Filteraktionen
gedacht, können aber auch auch andere Module und Parameter bestimmen.
Ein zweiter Hüllkurvengenerator hat ausser dem attack und release
ergänzende Möglichkeiten.
1) Hold : der zeitliche
Ablauf wird in seiner Dauer
nicht vom Loslassen der Taste, sondern
von der Einstellung dieses Reglers bestimmt.
2) Delay: der Einsatz
des zeitlichen Ablaufes
wird um den Wert dieses Reglers verzögert.
Beide EGs brauchen einen Start- Trigger. Im Normalfall ist das die Taste, es kann aber jeder andere Startimpuls sein.
Beim Roland 700 sind die ADSR - Elemente paarweise
b) Der Niederfrequenz / Modulationsgenerator
LFO
Der Kern
dieses Moduls ist ein Generator der Schwingungen im Bereich, der mit dem
oberen
Knopf von einer Schwingung in 10 Sekunden bis zu 25 Schwingungen pro Sekunde
eingestellt werden kann.
Es noch einen Eingang (4) der auch diesen eingestellten Wert erweitern
oder zeitlich modulieren kann.
Knopf 3 regelt die Intensität des Modulationsausganges.
Es stehen 3 Ausgänge zur Verfügung mit eigener Grundwellenform
im Spannungsbereich von -2,5 V -+2,5 Volt.
Ausserdem gibt es den Rechteckausgang, dessen Form durch einen Pulsbreitenregler
verändert werden kann und der von 0 V auf 5 V wechselt. Damit kann
dieser Ausgang auch als Triggersignal verwendet werden.
Im Vergleich das Roland 700 Modul
Man kann nur jeweils eine gewählte Wellenform ausleiten.
Der einstellbare Schwingungsbereich ist allerdings einstellbar von
0,03 - 30.
Auch dieser LFO kann durch einen externen Eingang wieder moduliert
werden.
Dieses Modul hat eine etwas kompliziertere Struktur. Eingestellt
werden kann eine bestimmte Taktfrequenz, die den Abstand festlegt, in welchem
ein fließendes Eingangssignal "abgetastet", d. h. unterteilt wird.
Das Eingangssignal wird also an mehreren Stellen abgelesen und das
Ergebnis bis zur nächsten Stufe festgehalten.
Ausgegeben wird dann eine abgestufte Spannungsfolge.
Der innere Zeitmesser des Reglers kann als Impuls hinausgehen.
Ebenso kann ein externer Zeitgeber das Modul bestimmen.
Beim Roland 700 ist dies im Prinzip genauso
Es gibt noch zwei Auswahlen zur sample mode
und ein interner Ausgang ist bereits zum VCO 3 gelegt
Werden im VCO harmonische Schwingungen erzeugt, die Voraussetzung
für einen Ton
sind so hat eine Synthesizer noch einen besonderen Generator für
das Rauschen.
Hier werden beim "weissen Rauschen" alle Frequenzen mit gleichem
Ausgangspegel erzeugt.
Beim "Pink Noise" , de, Rosa Rauschen ist der Anteil der niedrigen
Frequenzen größer als der der höheren. Durch Filtermodulationen
lassen sich viele Effekte kreieren. Auch ist das Rauschen als Modulationssignal
für ungleichmäßige Ereignisse brauchbar.
e) der Ring-Generator
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Er Generator verfährt nach dem einfachen Prinzip, dass
er zwei Frequenzen als Gemisch ausgibt:
F1 + F2 und F1 -F2
Das führt in manchen Fällen zu harmonischen Kombinationen,
die glockenartig klingen.
Beim Roland 700 lassen sich die einzelnen VCOs
und externe Signale in Ringmodulationen vereinen.
3 Signale können
hier durch Kanal-Pegelregler gemischt und als ein Signal ausgegeben werden.
Durch Anschluß dieser Spannungsversorgung -5 bis +5 Volt an
den Regelspannungs - Eingangs eines anderen Moduls können große
Änderungen in der Funktion des Moduls ermöglicht werden.
Die Änderung eines Signals kann durch eine Zeitkonstante
beeinflußt werden.
Das Modul begrenzt die Geschwindigkeit einer Spannungsänderung.
Bei einem Tonwechsel entsteht ein portamento. Oft ist ein Portamento-Regler
schon im VCO eingebaut.
Die Polarität der Signale wird gewandelt: Anstieg
von 0 zu 5Volt wird zu
Abfall von 5 zu 0 Volt
k) Spannungsgeregelter Verstärker
Ein Eingangssignal mit
möglichst 3V wird ausgegeben als eine Impulswelle mit der halben
bzw. viertel Frequenz.
z.Beispiel ist der Ausgang eine, bzw. zwei Oktaven tiefer.
Als Eingangssignal ist eine elektrische Gitarre, Tonband oder
andere elektronische Tonquelle gedacht. Der Signalpegel muß soweit
angehoben werden 1) daß beim Spitzenwert das Lämpchen leuchtet.
Der Ausgang (3) kann statt VCO an die übrigen Module angelegt
werden.
Der Spitzenwert liefert auch ein Triggersignal (4), das zur freien
Verwendung ausgegeben wird.
Als Besonderheit liefert dieser Verstärker einen Envelope Follower
(5), d. h. ein Hüllkurvensignal, das dem Lautstärkeverlauf des
Audiosignals folgt.
