Der Mikrokosmos der Obertöne
Die erste Grundreihe 1-8
Ein so genannter "Ton" ist eine Zusammensetzung
von Obertönen - dem ganzzahligen Vielfachen einer Grundfrequenz mit
unterschiedlichen dynamischen Zuständen oder Verläufen.
Die dynamischen Verhältnisse bestimmen das
"Resonanz" - Verhalten.
Die meisten Obertöne treten als "Harmonische"
auf und stehen in einem bestimmten Intervallverhältnis zum Grundton.
Der Grundton hat die Zahl 1 (* Grundfrequenz)
Aus den Relationen der Schwingungszahlen
ergeben sich die Intervalle
Der 2. mit der zweifachen Schwingungszahl bildet
zum Grundton
eine Oktave
1 - 2 Beisp.: 100 Hertz - 200
Hertz
Der 3. mit der dreifachen Schwingungszahl bildet
zum 2.Oberton
die Quinte
2 -3
200 - 300
Der 4. mit der vierfachen Schwingungszahl bildet
zum 3.Oberton
eine Quarte
3-4
300 - 400
Der 5. mit der fünffachen Schwingungszahl
bildet zum 4. Oberton
eine große
Terz 4 - 5
400 - 500
Der 6. mit der sechsfachen Schwingungszahl bildet
zum 5. Oberton
eine kleine Terz
5 - 6
500
600
Der 7. mit der siebenfachen Schwingungszahl bildet
zum 6. Oberton
eine verminderte kleine Terz 6 - 7
600 - 700
Der 8. mit der achtfachen Schwingungszahl bildet
zum 7. Oberton
eine erweiterte große Sekunde 7- 8
700 - 800
Da grundsätzlich die Verdoppelung der Schwingungen
Oktaven ergeben , so tauchen in der
Obertonreihe mehrfache Oktavtöne auf und
verstärken den Grundton.
Das starke Fundament ist
1 - 2 (Bsp. 100 + 200)
Gleich nach dem Quintton erscheint wieder ein
Oktavton 2 - 4 (Bsp. 200 +400)
Danach erhält die Reihe noch eine
Oktave
4 - 8 (Bsp.400 - 800)
Da die weiteren Vielfachen sehr stark abgeschwächt
sind, , kann man von einer
akustischen Grundreihe der Obertöne sprechen,
die bis zur dreimaligen Potenz der
Grundfrequenz reicht und damit im Wesentlichen
den "Ton" ausmacht.
Darin sind aber auch die recht stark hörbare
Quinte, ein so genanntes
`reines `Intervall und die den Dreiklang bildenden
Intervalle
(Addition von großer und kleiner Terz)
enthalten.
Eine etwas schärfere Klangfarbe bringt der
7. Oberton, ein reibendes Intervall,
das aber durch die vielen Oktavverstärkungen
sehr verdeckt wird. Auf den Grundton bezogen entspräche das dem Intervall
der Septime.