Frequenzbewegungen

Ein für mich sehr wichtiger Gesichtspunkt bei der Arbeit mit elektronischen Tönen ist die Verlebendigung, im weitesten Sinne:  Bewegung.
Da ist zunächst schon die Schwingung an sich.
Dann die Schaffung von Klängen durch Addition und Kombination der vielen Obertöne.
Danach auf dem fast wichstigsten Gebiet unserer Hörerfahrung laut -leise :
die gleitenden  Bewegungen durch die Hüllkurven bestimmt.

Der nächste Punkt ist der sich als Tongestalt manifestierte Klang, der sich im
Frequenzspektrum bewegt.

Als erstes, eigentlich nichts Neues, erzeugen wir Klänge auf unterschiedlichen Frequenzbasen, also: unterschiedlich hohe oder tiefe Töne.
Je länger wir aber mit den Klangkombinationen gearbeitet haben, umso mehr haben wir erkannt, dass es nicht nur unterschiedliche Tonhöhen ergibt, sondern Klänge mit ganz neuer Wahrnehmungsintensität und Klangfarbe entstehen,
.Außerdem sind wir nicht mehr an das Raster der Stufentonleiter gebunden, sondern können uns ganz frei im Frequenzraum bewegen,
 

Hier wird also noch einmal das Prinzip des Vielfachen verdeutlicht. Wir merken aber, dass wir die Grundfrequenz nicht zu hoch ansetzen dürfen, da z.B. das 20-fache von 50Hertz  noch 1000 ist, das 20-fache von 200 bereits bei 4000 Hertz liegt.
Dennoch gibt es hier ganz viel zu probieren, auch interessante Beobachtungen bei sich selber und anderen zu machen, wie die Klangempfindung und die Beschreibungen differieren.

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Einen besonderen Eindruck von der Wirkung einer Obertonstruktur erhält man, wenn die Grundfrequenz sich gleitend auf und ab bewegt.
Hierbei wird auch eine starke Emotionalität und Erregung hervorgerufen.
Der Heuler als Alarmsignal oder Sirenenton ist stark vorbelastet.
Dabei entfernen wir uns für die einen weg von der herkömmlichen Musik -glissandi waren immer Eskapaden -, es eröffnen sich aber ein große Freiräume an Gestaltungs -und Ausdrucksmöglichkeiten
In der Science Fiction Welt werden ja schon lange und mit großem Können und Klangreichtum
gleitende Frequenzgänge genutzt, um unser Bewußtsein in imaginäre Welt -Räume zu versetzen.
 


 

Mit dieser Schaltung kann man den Anfang- und Endpunkt des Frequenzganges festlegen und auch, in welchem Zeitraum sich dieses Glissando  vollzieht.
Es gibt das Glissando mit einer festen Zeit hinauf oder auch abwärts. Ich kann aber auch umschalten, so daß die Frequenzschleife in der gleichen Dauer auf und ab verläuft.
Zusätzlich kann man ausprobieren, wie sich diese Frequenzkreise in unterschiedlichen Haupthüllkurven ausmachen.
Mit diesem reichen, belebten Klangmaterial als faszinierende Beschäftigung, stellt sich nun die Frage:
Wie ist damit Musik zu machen, die menschlich ausdrucksvoll und aussagekräftig ist.,
eine Musik die in irgendeiner Weise sinnvoll angeordnet ist, die Ausdruck unserer Zeit sein kann.
Diese Aufgabe hatte sie in allen Epochen!    Auf zu den Projekten !!

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