Biographie    Franz Schmidt

geboren 22.12 1874  in Preßburg    (damals"Pozsony" / Ungarn)
                                                       sein Vater war Kaufmann , spielte mehrere Blasinstrumente
                                                       seine Mutter (ungarischerHerkunft, in Jugendjahren Pianistin
                        1877  Geburt seiner Schwester Maria
                        1881   erster,regelmässiger  Klavierunterricht von seiner Mutter
                        1883   Geburt der zweiten Schwester Emma
                        1882 -83 Unterricht beim Volksschullehrer und Organist am Dom :Rudolf Mader
                                        Bewunderung des überwältigenden Orgelklanges
                        1883-88  Klavierunterricht bei Ludwig Burger / keine große Achtung

                                       Orgelunterricht bei dem Franziskaner Felizian Josef Moczik
                                       im Franziskaner-Kloster stand eine besonders schöne Orgel und
                                       Felizian widmete dem Schüler Franz viel Zeit und Hingabe als Erzieher
                         1887   Förderung im Kreise der Künstlergesellschaft um Fräulein Helene von Bednarics
                                    Durch das Spiel auf zwei Klavieren mit anderen fortgeschrittenen Schülern lernt er
                                    in Originalkompositionen und Arrengements viel Literaturkennen.
                         1888   Vorstellung bei dem begehrten Klavierpädogogen Leschetitky in Wien. Er warf Franz
                                    vor, er habe "zu wenig Charme". Eine weitere kränkende Äußerung veranlaßte Franz,
                                    die Vorstellung einer Künstlerkarriere aufzugeben.
                         1888   Ende des Jahres zog Franz wegen beruflicher Sorgen seines Vaters nach Perchtoldsdorf bei Wien.
                                    Er kam bei der wohlhabenden und kunstliebenden Familie Grienauer unter.
                                    Er setzte auch seine Gymnasialstudien fort in einem Jesuitengymnasium.
                                    Erste Kompositionsversuche (heimlich!)  2 undatierte Klaviersonaten.
                       1890     im Herbst Eintritt in das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
                                    Er bekommt einen Freiplatz in der Celloklasse.Kontrapunktklasse :Anton Bruckner
                                    nur wenige Stunden, da dieser krankheitshalber zu unterrichten aufhörte.
                        1890/91  Beginn der Freundschaft mit Alexander Wunderer (Oboe)
                        1892    Die ersten (1926 veröffentlichten)  Kompositionen  für Violoncello und Klavier
                        1893    Abitur als Externist in Preßburg
                        1893-1896   Unterricht in der Celloklasse bei Ferdinand Hellmesberger
                        1896    Nach Bewerbungsspiel Anstellung als Cellist am Hofopernorchester
                        1897   Übernahme des Opernhauses durch Gustav Mahler
                                   starke Reformen, Schmidt als Solocellist von Mahler prodigiert, viele Intrigen
                        1899  Heirat mit Karoline Perssin
                        1900  Der Oboist  Alexander Wunderer tritt  auch in das Hoforchester und die Philharmonie ein.
                        1902  Uraufführung der ersten Symphonie in Es-Dur (Beethoven-Preis der Gesellschaft der Musikfreunde)

                        1901 - 1913 Lehrer am Konservatorium für Cello, diverse Kammermusikgruppen
                        1903  im Konzert das "Symphonische Zwischenspiel aus einer unvollendeten romantischenOper"
                                   ("Notre Dame"
                        1904  Vorstellung seiner Oper bei Mahler (wenig Resonanz)
                                  ständige Verschiebung der Opernplanung
                        1909  Aufbau eienr Hausorgel aus Mitteln einer Gräfin
                        1910  Tod des Vaters  , Entschluss, nie wieder Orgel zu spielen
                        1911  Entlassung aus der Philharmonie, Erschöpfung
                                  kurzer Wohnsitz in Paris
                        1913  Uraufführung der 2. Symphonie
                        1915  vierhändiger Klavierauszug
                        1914  Ausscheiden aus dem Verbande des Hofopernorchesters
                                  Anstellung als Klavierprofessor an der Akademie für Musik und darstellende Kunst
                        1914  Aufführung seiner Oper "Notre Dame" an der Hofoper recht erfolgreich :
                                 15 Aufführungen im gleichen Jahr
                        1919  Schmidt dirigiert seine Opern bei den Maifestspielen
                        1922  Premiere der 2.Oper "Fredigundi in Berlin   (ein Misserfolg)
                        1924  Aufführung der Oper in Wien (mehrere Aufführungen, teils von Schmidt selbst dirigiert)
                        1923  Scheidung von seiner ersten Frau wegen geistiger Umnachtung)
                                  Neue Heirat mit Margarethe Jirasek
                                  Aufbau eines Heimes in Perchtoldsdorf
                        1923  "Konzertante Variationen über ein Thema von Beethoven für Klavier mit Begleitung des Orchesters
                                   ( Für den einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein)
                        1924  "Variationen und Fuge über ein eigenes Thema"  für Orgel!
                                   Ernennung zum Professor der Hochschule für Musik
                        1925  Dritte Fassung der Königsfanfaren aus der Oper "Fredigundi"
                                  Phantasie und Fuge in D,   Orgelabend des Organisten Franz Schütz
                                  Chaconne Cis-moll
                       1926-28  kleinere Orgelstücke
                       1927   Wahl zum Rektor der Hochschule für Musik
                       1928   Wiederwahl
                       1929   Aufführung von Schönberg "Pierrot Lunaire" in der Hochschule
                       1931  Spezialklasse für moderne Klavierliteratur
                       1933   Leitung einer Meisterklasse für Klavier
                       1935  Doctor honoris causa
                       1937   Versetzung in den Ruhestand aus Krankheitsgründen
                       1938  Uraufführung des "Buches mit sieben Siegeln"
                                 Skizzen zur Kantate "Deutsche Auferstehung"  Uraufführung 1940
                       1939  11. Februar  gestorben