Geschichte der Band "Metallica"
Die Geschichte von Metallica, die in den 80er Jahren
zu einer der wichtigsten Bands der Heavy-Metal-Szene wurden und in den
90-igern den Status einer Supergruppe genossen, begann 1981.
1980 war Lars Ulrich mit seinen Eltern von Dänemark
in die USA gezogen, genauer nach Los Angeles. Nachdem er in die Fußstapfen
seines Vaters treten und sein Glück als Tennisprofi versuchen wollte,
beschloss Lars Ulrich, seinen Schlagarm für anderes zu nutzen: Er
wollte Schlagzeuger werden und in die Rock-Szene eintreten.
Im Juli 1981 siedelte er vorübergehend nach London
über, wo ihn ein Hard-Rock-Trend faszinierte, der in der Szene als
The
Wave of British Metal gefeiert wurde.
Bereits im Oktober desselben Jahres kehrte Lars Ulrich
nach Los Angeles zurück und sah sich nach Musikern für eine eigene
Band um. Doch bevor er geeignete Mitstreiter gefünden hatte, bot ihm
Brian Slagel, der Besitzer der kleinen Plattenfirma Metal Blade, an, für
den geplanten Sampler Metal Massacre ein Stück beizusteuern.
Nun trat James Hetfield, Sänger und Gitarrist,
dazu. Sie holten sich für die Aufnahme des Songs Hit
The Lights einen Gastgitarristen namens Lloyd Grant ins Studio
- und hatten damit ihren Einstand in die Metal-Szene geschafft.
Schon wenig später fanden Hetfield und Ulrich
zwei weitere Musiker die sich ihnen anschließen wollten : Leadgitarrist
Dave
Mustaine und Bassist Ron Mc Govney. Mit den beiden spielten
sie Hit the Lights noch einmal neu und brachten die Aufnahme auf der kanadischen
Auflage des Samplers Metal Massacre unter.
Unter dem Namen Metallica nahmen Ulrich, Hetfield,
Mustaine und Mc Govney 1982 sieben Titel für
ein Demo auf, mit dem sie endlich einen richtigen Plattenvertrag ergattern
wollten. Doch gerade waren die Songs eingespielt, da hängte Mc Govney
seinen Job als Bassist an den Nagel. Ulrich wußte schon, wer ihn
ersetzen sollte, doch der Auserwählte war anfangs nicht sonderlich
begeistert. Vier Monate lang mußte der Däne den Bassisten Cliff
Burton
beschwatzen, bis der endlich einwilligte, seiner damaligen
Band den Rücken zu kehren und stattdessen bei "Metallica" anzufangen.
Dafür
taten Metallica Cliff Burton den Gefallen, von L.A. nach San Francisco,
Burtons Heimatstadt, umzuziehen. Allerdings nicht für lange Zeit:
Bereits
im
März 1983 lockte ein Angebot eines
gewissen Johnny Z. die Band an die Ostküste. Johnny hatte Metallica
versprochen, ihnen einen Plattenvertrag zu besorgen. Daraufhin zog die
Gruppe nach Jamaica Queens in der Nähe von New York. Als ihr großer
Mentor dann die Band doch nicht bei einer großen Plattenfirma unterbringen
konnte, gründete er das eigene Label Megaforce und produzierte
mit Metallica das Debütalbum Kill ´Em
All.
Als
die Platte unter dem Arbeitstitel Metal Up your Ass eingespielt
wurde, war Gitarrist Dave Mustaine bereits nicht mehr Mitglied der
Gruppe: Er wurde durch Kirk Hammet ersetzt - angeblich wegen massiver
Probleme, die Mustaine mit seinem Alkoholkonsum gehabt haben soll.
Ob
mit oder ohne Mustaine: Die aggressive Musik auf Kill ´Em All
verpasste
damals der Metal-Szene einen heilsamen Schock, Metallica qualifizierten
sich auf Anhieb als eine der hoffnungsvollsten Bands der Branche und erwarben
sich praktisch über Nacht Kultstatus unter den Heavy-Metal-Fans.
Es
folgte eine Englandtournee, und 1984 spielten
Metallica das zweite Album Rideth Lightning ein.
Die Platte erschien im August 1984 zunächst auf dem Label Megaforce,
bevor
es drei Monate später erneut veröffentlicht wurde, diesmal unter
dem Signet der großen Plattenfirma Elektra.
Metallica
hatten den Sprung ins Lager der majors, der weltweit operierenden
Plattenfirmen geschafft. Das schlug fest in handfeste Zahlen nieder: Ride
theLightning erreichte Platz 100 in den amerikanischen Charts und Platz
87 in den britischen Charts. Bis zum Ende des Jahres 1984 hatten Metallica
von ihrem zweiten Album die stattliche Auflage von einer halben Million
Exemplaren verkauft, und die Band galt inzwischen als einer der herausragenden
Acts
der Trash-und Speed-Metal-Szene.
1985
trat sie erstmals bei dem Festival ,,Monsters of Rock" auf,
das jährlich auf Castle Donington im britischen Leicestershire veranstaltet
wurde.
1986
wurde mit Master Of Puppets das dritte
Album der Gruppe veröffentlicht; es erreichte in den USA Platz 29
und in Großbritannien Platz 41. Im selben Jahr begleiteten Metallica
den Sänger Ozzy Osboume auf einer sechsmonatigen Amerikatournee und
flogen anschließend nach Europa, um auch dort zahlreiche Konzerte
zu geben.
Am 27. September 1986 mussten sie nach einem tragischen
Unfall ihre Tournee abbrechen: Cliff Burton war ums Leben gekommen, als
der Bandbus zwischen Stockholm und Kopenhagen von der Straße abkam
und sich überschlug.
Bereits bei den Auftritten in Japan und den Vereinigten
Staaten, die ab November auf dem Plan standen, präsentierten Metallica
Burtons
Nachfolger: Jason Newsted, der zuvor bei anderen Bands den Bass gespielt
hatte.
Anfang 1987 holte die
Band die ausgefallenen Europakonzerte nach und mietete sich schließlich
im März in einem exklusiven Studio in Kalifornien ein, um Songs für
die nächste Platte einzuspielen. Doch in der noblen Umgebung
schienen sich Hetfield (der sich einen Arm beim Skateboardfahren brach),
Ulrich, Hammet und Newsted nicht so wohl zu fühlen. Erst spielten
sie lieber außerhalb der Studioräume, dann kehrten sie sogar
nach San Francisco zurück, bauten ihre Verstärker selber in der
Garage von Lars Ulrichs Haus auf und schnitten dort Cover-Versionen von
einigen ihrer Lieblingsstücken mit. Die Aufnahmen enthielten Songs
der so genannten New Wave of British Metal und erschienen im Juli'87 unter
dem Titel The $ 5.98 EP - Garage Days Revisited
als Mini-Album. Prompt erreichen Metallica auch damit die Charts: In der
englischen Single(!) - Hitparade kletterte Garage Days Revisited bis auf
Platz 27.
1988 tourte die Band
gemeinsam mit Van Halen, den Scorpions und anderen mit einer ,,Monsters
of Rock" -Tournee durch die USA und Europa. Im September erschien schließlich
das Album, das Metallica in mehrfacher Hinsicht den absoluten Durchbruch
bescherte:
...And justice for All
erreicht in den US-Charts- einen hohen Platz und der Song One,
der im April ,89 veröffentlicht wurde, konnte sich ebenfalls auf beiden
Seiten des Atlantiks hoch platzieren. Doch gerade One sorgte auch für
Enttäuschung: Metallica waren mit dem Song für den Grammy nominiert.
Am 22. Februar 1989
erwartete jedermann Ulrich, Hetfield und Kollegen als Preisträger
zu sehen.
Doch zur allgemeinen Überraschung wurden sie
von der Band Jethro Thrull ausgestochen. Ein Jahr später bekamen Metallica
dann doch ihren noch ihren Grammy - für den gleichen Song One!!
18 Monate lang tourte die Band nach der Veröffentlichung
von ..And Justice For All" rund um den Globus (leider immer wieder
begleitet von der Randale falscher ,,Fans"), danach legten die Musiker
eine verdiente Pause ein. Es wurde ein wenig stiller um Metallica, unterbrochen
nur durch Zwei Dinge: so steuerte die Band Metallica für den Sampler
Rubaiyat, mit dem das Label Elektra im Herbst 1990
seinen 40. Geburtstag feierte, einen Cover Version des Queen
Songs Stone Gold Crazy bei - das brachte der Gruppe den zweiten
Grammy. Und die Plattenfirma veröffentlichte alte Aufnahmen von Metallica
unter dem Namen Ihe Good, The Band and The Live auf sechs Maxi- Singles.
Ansonsten machten nur Meldungen die Runde , nachdem
Metallica zwar im Studio neue Songs austüftelten, dafür aber
viel länger zu brauchen schienen, als geplant war, und zweitens mit
Bob Rock einen als Melodic-Rock-Freak geltenden Produzenten verpflichtet
hatten.
Als jedoch 1992 die CD
Metallica erschien, waren alle Befürchtungen wie weggeblasen: Nie
zuvor hatte Metallica besser geklungen, nie zuvor hatten sie kompaktere
Songs geschrieben - und nie zuvor waren sie derart erfolgreich gewesen.
Die zwei ausgekoppelten Songs wie Wherever J May
Roam und Enter Sandman stürmten
weltweit die Charts, und schon wenige Wochen nach der Veröffentlichung
konnte Metallica Platinplatten, zum Beispiel in Deutschland, entgegennehmen.
Dann meinte man, nachdem wieder mal die Presse die
Gerüchteküche brodeln ließ, Metallica hätte sich endgültig
aufgelöst. Doch nichts der gleichen geschah, sie schnitten sich die
Haare ab und brachten völlig neue Songs raus.
Die ganze Musik war ,,softiger" geworden. Sie veröffentlichten
1995
das Album "Load ",das direkt in den Läden
2 Monate lang ausverkauft war. Sie tourten durch Deutschland und brachten
dann 1997 ihr nächstes Album Reload
raus, in dem unter anderem die Fortsetzung von dem Hit
The Unforgiven enthalten war. Auch für die nächsten Jahre
steht kein Ende der Band in Aussicht.