George Harrison wurde am 25. Februar 1943 in Liverpool als jüngster Sohn des Busfahrers Harold Harrison und seiner Frau Louise geboren. Er wuchs zusammen mit seinen beiden Brüdern Clive, Pete und seiner Schwester Louise in einem intakten Elternhaus auf und besuchte wie John Lennon zunächst die Dovedale Primary School - ganz in der Nähe der „Penny Lane“.

John war damals drei Klassen über ihm. Als er sechs Jahre alt war, zogen seine Eltern in eines der verrufensten Viertel von Liverpool, nach Speke. Der scheue, zurückhaltende George, gehemmt noch dazu durch seine abstehenden Ohren, kompensierte seine Unsicherheit in der neuen Umgebung durch ein übertrieben schnoddriges Auftreten und später dann durch aufgesetzte Rockermanieren.

1954 wechselte er auf das Liverpool Institute über. Dort bewies er seinen besonderen Geschmack unter anderem dadurch, daß er seinen Schulanzug durch eine grellgelbe Weste verfeinerte. Zur Musik kam er relativ früh durch seine Brüder und die Unterstützung seiner Eltern, die ihm für drei Pfund seine erste Gitarre schenkten.
Da er jedoch sehr gerne zusammen mit seinem Bruder Pete auftreten wollte, der eine Gruppe mit Namen The Rebels gegründet hatte, bekniete er seine Eltern so lange, bis er sich von seinem Taschengeld eine E-Gitarre kaufen durfte, die immerhin 35 Pfund kostete - ein für die damalige Zeit stolzer Preis.

Den ersten und einzigen Auftritt hatten die Rebels dann im British Legion Club. Am Liverpool Institute lernte er Paul McCartney kennen, mit dem er sich anfreundete; bald machten sie zusammen Musik. Das erste Lied, das sie gemeinsam spielten, war Don`t You Rock Me, Daddy-o. Paul McCartney war es, der George Harrison John Lennon vorstellte.
Die Quarrymen spielten damals in der Wilson Hall in Garston, und Paul hatte George eingeladen, einmal hinzukommen. John ließ George vorspielen - und nahm ihn in die Gruppe auf. George Harrison: „Ich spielte ihnen Raunchy vor, und John sagte, ich könnte mitmachen. Immer habe ich Raunchy für sie gespielt. Wenn wir oben in einem Bus mit unseren Gitarren irgendwohin fuhren, rief John oft: >Spiel Raunchy, Georgie!“ <

Es gibt Hinweise darauf, daß John Lennon und Paul McCartney bis zum Jahr 1958 über hundert Lieder gemeinsam geschrieben haben, die aber zum allergrößten Teil verloren gegangen sind.
Im gleichen Jahr brachte John Lennon Stuart Sutcliffe in die Gruppe, der ebenso wie John die Kunstakademie in Liverpool besuchte.

Weitgehend unbekannt ist, daß die Gruppe schon damals ihre allererste Platte produzierte: 1958 war es kein Problem, in einem der vielen kleinen Plattenstudios eine Schellackplatte einzuspielen. Oft wurde nur ein Exemplar hergestellt, welches wenige Stunden später fix und fertig mitgenommen werden konnte. John Lennon, Paul McCartney und George Harrison spielten die Titel: That`ll Be The Day (A- Seite, komponiert von Buddy Holly) und In Spite Of All Danger (B- Seite, Eigenkomposition der Beatles) ein.

Nach vielen Bemühungen gelang es Paul McCartney erst 1981 das einzige Exemplar dieser Platte in seinen Besitz zu bringen - per Gerichtsbeschluß!
McCartney ließ dann eine oder mehrere Schellack - Kopien herstellen, wovon erstmals eine am 14. Oktober 1984 in der Fernsehsendung >The Real Buddy Holly Story> zu sehen und zu hören war.