"... Musoryanin (so hieß M.
im Freundeskreis) hat endgültig den letzten
Federstrich an seinem Stück über Hartmann getan.Den zweiten
Teil kennen Sie noch nicht und da sind, glaube ich, die
besten Stücke.
"Die Klatschbasen auf dem Marktplatz
von Limoges" - ein reizendes
Scherzino und sehr pianistisch.
Dann kommt "Baba
Yaga", ausgezeichnet und wirkungsvoll,
und zum Schluß "Das
Heldentor von Kiev" - in der Art einer
Hymne oder eines Finales wie "Slavsja"(in
Glinkas "Leben für den Zaren") - natürlich schlechter
und schwächer, aber doch ebenfalls ein schönes, mächtiges
und ursprüngliches Stück.
Da gibt es ein besonders schönes
kirchliches Thema "Da ihr auf Christum
getauft seid", und die läutenden Glocken sind in einem völlig
neuen Stil. In diesem zweiten Teil sind einige ungewöhnlich poetische
Zeilen.
Es ist die Musik zu Hartmanns
Bild "Die Katakomben von Paris" zu dem Grabmal aus Totenschädeln.
Musoryanin beginnt mit der Schilderung
des düsteren Gewölbes
(lang ausgehaltene Akkorde, rein orchestral, mit langen
Fermaten). Dann kommt, von Tremoli umgeben, das Thema der ersten
Promenade in Moll-ein schwacher Lichtschein schimmert in den Schädeln
auf, und hier plötzlich ertönt Hartmanns magischer, poetischer
Anruf an Mussorgskij in der Musik ..."