Inzwischen waren zwei neue junge Musiker zu dem Kreis um Balakirew, Cui und Mussorgsky gestoßen.
Alexander P. Borodin, mit 28 Jahren bereits Professor der Chemie an der Petersburger Akademie, hatte 1862 bei Balakirew mit dem Studium von Harmonielehre und Komposition begonnen.
Drei Jahre später war es Nikolaj A. Rimsky-Korsakow, der nach einer Weltreise auf dem Schulschiff «Almas» als frischgebakkener- Marineoffizier erneut in Balakirews Kreis trat. Gerade zu ihm knüpfte Mussorgsky enge freundschaftliche Beziehungen. Wie detaillierte Werkstattgespräche lesen sich einige Briefe, die im Jahre 1867 Mussorgsky lebte damals einige Wochen auf dem Gut Minkino - zwischen beiden Musikern gewechselt wurden.
Neben der Johannisnacht auf dem Kahlen Berge galten sie auch der Symphonischen Dichtung «Sadko», die Mussorgsky trotz mancher Liszt-Reminiszenzen als das erste russische -Werk des Freundes begrüßte. Auf die alte Sage von dem Nowgoroder Kaufmann, den der Meereskönig hinab in sein Reich zog, in dem er auf seiner Gusli zum Tanz aufzuspielen hatte, war Stassow bei einer Arbeit über russische Bylinen gestoßen.
Unter dem auf Stassow zurückzuführenden Namen "Das mächtige Häuflein" ist das nationale Wirken des Freundschaftsbundes junger russischer Musiker (Balakirew, Cui, Mussorgsky, Borodin, Rimsky-Korsakow) in die Geschichte eingegangen. Zu bedenken ist jedoch, daß die «Gruppe der Fünf» nie längere Zeit hindurch als geschlossene künstlerische Phalanx in Erscheinung trat, daß Mussorgskys kühne Neuerungen keineswegs auf einhellige Zustimmung stießen. Zu bedenken ist ferner, daß die Beschränkung der Gruppe auf fünf Musiker nicht ganz frei von Willkür ist.
Mit seinem Ziel ,eine nationale russischeMusik zu schaffen, suchte das "Mächtige Häuflein" an die Ideen Glinkas und Dargomschyschkys anzuknüpfen.Mehr als früher hatte inzwischen Dargomyschkys späteres (realöistisches) Werk ein Echo auch bei Mussorgsky gefunden. Dem großen lehrer musikalischer Wahrheit wurde sein 1886 komponiertes Wiegenlied Jerjomuschkas zugeeignet