Mussorgskij geht so sehr vom Bildhaften aus, daß ihm die reine Instrumentalmusik suspekt ist. Tanzstücke rechnet er zu den "musikalischen Pygmäen". Seine frühen Klaviersonaten in Es-Dur und fis-moll aus der Studienzeit bei Balakirev sind nicht erhalten. Das Urteil, daß alle übrigen Klavierstücke Mussorgskijs belanglos seien, ist unberechtigt, da es falsche Relationen setzt und nicht auf der 'Vergleichsbasis kleinerer Charakterstücke der Romantik von Schumann bis Liszt bleibt. Diese Klavierstücke sind Nebenarbeiten, aber persönliche Sprache Mussorgskijs läßt sich auch hier erkennen, vor allem in den " Kinderstücken" und den "Reiseskizzen" aus der Krim.