wurde 1818 im Rahmen des ersten Niederrheinischen Musikfestes gegründet.
Erster städtischer Musikdirektor
war Friedrich August Burgmüller;
zu seinen Nachfolgern zählten
Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann.
Unter Musikdirektor Julius Tausch
(1855-1890) entfaltete sich das bürgerliche Musikleben in Düsseldorf
zu voller Blüte. Seine Nachfolger Julius Buths, Karl Panzner, Georg
Lennart Schneevoigt und Hans Weisbach führten Chor und städtisches
Orchester zu internationalem Renommee.
Elgars Oratorium "The Dream
of Gerontius" wurde 1902 vom Städtischen Musikverein erstmals außerhalb
Englands aufgeführt,- bereits 1912 erklang Mahlers Symphonie Nr. 8
(Symphonie der Tousend) und am 19. November 1925 standen Schönbergs
Gurre-Lieder auf dem Programm.
Nach dem zweiten Weltkrieg
mußte unter großen
Mühen mit der Chorarbeit neu begonnen werden. Der eigentliche Aufschwung
erfolgte nach 1950.
So gastierte der Chor in den
50-er und 60-er Jahren mehrfach in Paris, außerdem in Madrid, Granada,
Besancon und beim Flandern Festival.
Unter den Generalmusikdirektoren
Eugen Szenkar, Jean Martinon, Rafael Frühbeck des Burgos, Henryk Czyz,
Willern van Otterloo, Bernhard Klee, David Shallon und Salvador Mas Conde
schuf sich der Musikverein auf internationaler Ebene große Anerkennung.
Den bedeutendsten Anteil an
dieser Entwicklung hatte Prof. Hartmut Schmidt, Chordirektor ab
1964, unter dessen Ägide die Gastspieltätigkeit ausgedehnt wurde
und so renommierte Adressen wie Salzburg, London, Amsterdam, Brüssel,
Orange, Aix-en-Provence, Wien, New York, Jerusalem oder Helsinki einschloss..
Das Repertoire des Chores reicht
vom barocken Oratorium bis zu zeitgenössischen Werken z.B. von
Olivier Messiaen, Edison Denisov und Roberto Gerhard.
Die Discographie umfaßt
Beethovens "Neunte" ebenso wie die großen Chorwerke von Mendelssohn
und Schumann, Berlioz' Damnation de Faust, Mahlers Klagendes Lied, das
für den Grammy nominiert wurde, und - als jüngstes Projekt -
die Gesamteinspielung der Chorwerke von Alexander Zemlinsky mit dem Gürzenich-Orchester
unter James Conlon.
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Prof
Raimund Wippermann ist seit 1995 Chordirektor des Städtischen
Musikvereins zu Düsseldorf. 1956 in Duisburg geboren, studierte er
1977-1983 Schulmusik und Chorleitung an der Musikhochschule Köln,
1983-87 katholische Kirchenmusik an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf.
1983-84 verbrachte er zwei
Semester in der Chorpädagogik-Klasse der Musikhochschule Stockholm,
wo die Arbeit mit Eric Ericson einen deutlichen Schwerpunkt bildete und
ihm wesentliche Impulse vermittelte. Im Anschluß gründete er
den Kammerchor Cantemus, der beim Deutschen Chorwettbewerb 1990 zwei Preise
gewann.
1987 trat Raimund Wippermann
seine erste Kantorenstelle in St. Martinus in Kaarst an. 1991 wurde er
Domkapellmeister am Hohen Dom zu Essen.
1997 wurde er als Professor
an die Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf berufen, wo er bereits
seit 1990 als Dozent für Chorleitung wirkte.
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