Die Messe ist ihrem Wesen
nach eine Feier, welche seit alters her in Weiterführung synagogaler
Praxis den Gesang als integrierenden Bestandteil in sich
schließt.
Die nur gelesene M. stellt eine Schwundform der geschichtlich älteren,
gesungenen M. dar.
Nach dem Grad der Feierlichkeit unterscheidet man im römisch
katholischen Ritus
1.
Missa in cantu:
a) Missa solemnis -- Hochamt (Levitenamt) eines Priesters
mit
Assistenz pontificalis das Hochamt (Pontifikalamt) des Bischofs,
dem Diakon und Subdiakon, ein Presbyter assistens und 2 Kanoniker als
Ehrendiakone assistieren;
b) Missa cantata: einfaches Amt ohne Assistenz;
2.
Missa
lecta (früher auch Missa privata genannt)
Eine vom Priester nur gelesene M., die heute unter Einbeziehung
volkssprachlicher
Gesänge und Gebete vielfach als Gemeinschafts oder Betsingmesse gestaltet
wird. -
Die gesungenen Teile der römischen Messe bestehen aus den
Sologesängen des Priesters (oder seiner Assistenz, s.
u.)
dem Ordinarium missae und
dem
Proprium missae.