Von Mozart sind 19 Messen überliefert; er war in seiner Salzburger Zeit zur Komposition von Kurz-Messen genötigt, weil auf fürstbischöfliche Weisung hin die Meßfeier, auch beim Hochamt, 45 Minuten nicht überschreiten durfte. Aus Mozarts Wiener Zeit stammen die großangelegten Messen mit Chören und Koloraturarien, wie die Krönungsmesse K.-V. 317 (1779), und die Messen C-dur, KV. 337 (1780), und C-moll, KV. 427 (1782). –

      Beethoven schrieb 2 große Messen; 1807 entstand die Messe in C-dur, 1819-23 die
Missa soleminis für 4 SoloSt., Chor, Orch. und Org. in C dur, Dieses Spätwerk mit seinen ausladenden kontrapunktischen und breiten symphonischen Abschnitten, ursprünglich als Festmusik bestimmt, sprengt den Rahmen der Liturgie und legt eine konzertmäßige Aufführung nahe.
In Frankreich schrieb Cherubini 11 musikalisch gewichtige symphonische Messen.
C. M. v. Webers für Dresden geschriebene Messen in Es-dur (1802) und G-dur (1819, Jubelmesse zum 50. Hochzeitstag des Königs von Sachsen) zeigen einen dramatischen Grundzug. und haben Anregungen seines Lehrers Abbé Vogler aufgenommen.
       Von Schuberts 6 Messen sind die vier frühen (FDur,1)105, 1814; G dur, D 167, 1815; B d ur, D 324, 1815; C dur, D 452,1816) für die Liechtentaler Kirche geschrieben; Von großer Bedeutung sind die beiden großen Messen As Dur (D 678, 1819-22) und Es-Dur D 950, 1828).