Messe (lat. missa; ital. messa; frz. messe; span. misa; engl. mass) ist nach katholischer Lehre die in Gestalt eines Mahlopfers vollzogene, sakramentale Vergegenwärtigung des Erlösungswirkens Jesu Christi, vor allem seines Kreuzesopfers. -
Das spätlateinische Wort missa = Entlassung bezeichnet als Liturgieterminus nach dem Zeugnis Isidors von Sevilla die Entlassung der Katechumenen im Rahmen der frühchristlichen Opferfeier:
                Missa tempore sacrificii est, quando catechumeni foris mittuntur
Seit dem Ausgang des 4. jh. - frühestens seit Ambrosius (Epistola XX: Migne, Patr. Lit. XVI, 995) - findet es sich daneben bereits im heutigen Sinne als Name für den Meßgottesdienst.
Die Frage, wie das Wort missa (Entlassung) zum Namen für die Eucharistiefeier wurde, ist noch nicht eindeutig geklärt worden (vgl. hierzu die Deutungen von Jungniann und Maurice-Denis-Boulet).
Im Unterschied zum Westen blieb in den Kirchen des Ostens die liturgische Vielfalt der christlichen Frühzeit erhalten. So wird die M. nach byzantinischem Ritus in griechischer, slawischer ( Altslawischer Kirchengesang) und in anderen Sprachen gefeiert.Wichtige Liturgietypen des Ostens sind fernerhin die koptische (--> Koptische Musik), westsyrische und ostsyrische Liturgie.
        Demgegenüber gründet sich die Meßfeier in der Kirche des Westens bis heute auf eine einheitliche Ordnung, wenn auch der allgemeinen Forderung des 2. Vatikanischen Konzils nach »berechtigter Vielfalt und Anpassung an die verschiedenen Gemeinschaften, Gegenden und Völker« Rechnung getragen wird '
Hierbei weicht die bisher fast ausschließlich verwendete lateinische Kirchensprache in Messen mit dem Volk weithin der jeweiligen Muttersprache (Artikel 36 und 54;
         Der Begriff Messe findet zum Teil auch in den Kirchen der Reformation Verwendung. Soweit deren Gottesdienst nicht reiner Predigtgottesdienst ist, fußt er in seinen äußeren Formen auf römisch-katholischer Tradition.