Musikalische ANALYSE  (Lehrermaterial)

KYRIE                  Nach einer zarten abfallenden moll-Einleitung des Orchesters setzt der Chor
                              mit starken aufstrebenden Moll-Dreiklängen ein.
                              Es folgt eine Fugenexposition der drei Oberstimmen.
                              Der Baß greift das Anfangsthema des Orchesters als Kontrapunkt auf.
                                     Das "Christe" übernimmt ein schlichtes Sopransolo - in Es-Dur  - ,
                                      weich und echoartig dazu vereinzelte Choreinsätze.
                               Das wiederholte "Kyrie" übernimmt wieder der Chor mit einer
                               Fugendurchführung des Anfangsthemas zwischen den hohen Stimmen Sopran
                               und Tenor.

GLORIA              Nach einer prächtigen akkordischen C-Dur-Einleitung  folgen eng geführte
                              Fugato-Motive.
                              Es wechseln Abschnitte von Dreiklangsharmoniken und Tonleiterpassagen
                              mit harmonisch dichten, chromatisch bestimmten Takten.

LAUDAMUS             Sopran-Solo in freundlichem F-Dur
                             Hier verwendet Mozart den klassischen Arienstil - einfache Begleitharmonik
                             und Dreiklangsmelodik.
                             Das meist diatonische Laufwerk ist mit Rokoko- Verzierungen versehen.

GRATIAS                 Ein sehr gewichtiges Chor-Stück im  Adagio  (12 Takte)
                             Es wird beherrscht von punktierten Aufwärts-Dreiklängen
                             Es ist harmonisch stark angereichert mit Septakkorden, endet  mit einem
                             Abwärtsgang in der Parraleltonart a-moll.

DOMINE                 Ein Duett für 2 Soprane      eher in d- moll gehalten (Parallele zu dem
                             F-Dur des Laudamus)
                             Es ist gekennzeichnet durch viele weitausholende Intervallsprünge.

QUI TOLLIS              Es ist ein längeres,als Doppelchor angelegtes Largo  in g-moll.
                            Während das Orchester einen durchgehenden Rhythmus der
                            Doppelpunktierungen spielt  (Stil der franz.Ouvertüre), singen die Chöre einen
                            getragenen, dicht gewebten motettischen Satz.

QUONIAM            Ein Terzett,    Allegro,    e- moll
                            Es ist im Kantatenstil  -  instrumentales Vorspiel, - Fugenexposition
                            --Verarbeitung des Themenmaterials wie in der klassischen Sonate-
                            dazwischen eine kleine Fugenexposition eines neuen Themas.

JESU CHRISTE         Der dreimalige Anruf  (6Takte) ist der stärker akkordisch betonte Auftakt
                          Zur folgenden großen Fuge " Cum Sancto spiritu(extra -Analyse)
                           Diser Teil endet mit einem ganztaktig, betont ausgeführtem Dominantseptakkord.