ZEITTAFEL

1862  22. August: Geburt Achille Claude Debussys als Sohn von Manuel-Achille Debussy und seiner Frau Victorine, geb. Manoury, in Saint-Germain-en-Laye.

1864  Die Eltern geben ihr Steingut- tinPorzellangeschäft in Saint-Germain-en-Laye auf und ¸übersiedeln nach Clichy, später nach Paris, wo der Vater eine Stellung als Buchhalter einer Eisenbahngesellschaft findet.

Ab 1868   Häufige Aufenthalte in Saint-Cloud im Haus seines Patenonkels, des Bankiers Achille Arosa, und in Cannes bei seiner Patentante, der Schwester seines Vaters.
- Erste Klavierstunden bei einem italienischen Lehrer.

1870  Klavierunterricht bei Mauté de Fleurville, einer ehemaligen Schülerin Chopins, die Debussys Begabung erkennt und seine Eltern zu dem Entschluß bringt, ihn als Pianist ausbilden zu lassen.

1872   22. Oktober: Aufnahme in das Pariser Conservatoire; Unterricht bei Albert Lavignac (Klavier), Antoine Marmontel (Klavier), Emile Durand (Harmonie) und Auguste Bazile (Klavierbegleitung).

1876 -1878  Erste Kompositionen (Lieder u. a.).

1880  Aufgabe der Virtuosenausbildung nach wiederholten Mißerfolgen bei Konservatoriumswettbewerben. Hauspianist bei
Nadeshda von Meck, der Förderin Tschaikowskys, die er auf Reisen durch Frankreich, in die Schweiz und nach Italien begleitet.

1880/1881  Erneuter Besuch des Pariser Conservatoires; Teilnahme am Kompositionskurs bei Ernest Guiraud. Gleichzeitige Tätigkeit als Begleitpianist in einem Gesangskurs. Beginn der Freundschaft zu der Sängerin Maric-Blanche Vasnier und ihrer Familie.

1881  Juli-Oktober: Aufenthalt in Moskau. Wiederaufnahme der pianistischen Tätigkeit bei der Familie von Meck, mit der er im November nach Rom reist.

1882  Sommer: Zweite Rußlandreise. Aufenthalt bei der Familie von Meck, die er anschließend auf einer Reise nach Wien begleitet. - Salut, printemps.

1883  Zweiter Rom-Preis für die Kantate Le gladiateur
                  (unveröffentlicht).

1884   Erster Rom-Preis für die Kantate L'enfant prodigue. - Bekanntschaft mit Paul Dukas.

1885-1887    Aufenthalt in Rom in der Villa Medici, wo die Rom-Preisträger drei Jahre auf Staatskosten verbringen können. Zwischendurch Sommerurlaub in Fiomiselino in der Villa des Conte Primoli (1885) und heimliche Reise nach Paris (März bis April -1886).  - Begegnungen mit Franz Liszt, Ruggiero Leoncavallo, Arrigo Boito und Giuseppe Verdi.

1887  Printemps. - März: Debussys Unzufriedenheit mit seiner
römischen Lebensweise führt zum vorzeitigen Abbruch des Aufenthalts in der Villa Medici. Rückkehr nach Paris.
- Freundschaft mit Robert Godet und Pierre Louys. Kontakt zu Stéphane Mallarmée. - Reisen nach London und Wien (Begegnung mit Johannes Brahms).

1888    La damotselle elne. Ariettes ooblie'es. - Liebesverhältnis zu Gabrielle Dupont (Gaby).

1888 - 1889 Besuche der Bayreuther Festspiele («Parsifal», «Die Meistersinger von Nürnberg», «Tristan und Isolde»).

1889 Cinq poimes dc Charles Baudelaire. Petite Suite. - Eindrücke von spanischer, russischer und fernöstucher Musik auf der Pariser Weltausstellung

1890.- 1891 Lieder und Klavienverke. Opernprojekt Rodrigue et Chimene.

1891 Beginn der Beziehungen zu Erik Satie. Freundschaftliche Kontakte zu Ernest Chausson und Euge'ne Ysaye.

1892 Fetes galantes, 1. Serie. Erste Konzeption von Pelle'as et McJisande.

1893 Maurice Maeterlinck erteilt Debussy die Autorisation der Vertonung von <Pelleas et Mölisande><. Besuch bei Maeterlinck in Gent mit Besprechung von Textkürzungen etc. -Erste Aufführungen von Kompositionen Debussys in öffentlichen Konzerten. - Streichq£<artctt, Proses lyriques.

1894 Prélude a~ l'après-midi d'un faune nach einem Gedicht von Stephane Mallarme'.

1895 Erstfassung Pelléas et Mélisande.

1897 Trois chansons dc Bilitis, Trennung von Gabrielle Dupont.
Freundschaft zu dem Schriftsteller René Peter.

1898 Finanzielle Sorgen und schwere seelische Krisen.

1899 Les nocturnes. 19. Oktober: Eheschließung mit Lily Texier.

1901 Veröffentlichung einer Reihe von Artikeln in der avantgardistischen «Revue Blanche», in denen Debussy unter dem Pseudonym "Monsieur Croche" traditionell~starre musikästhetische Ansichten kritisiert.             Pour le piano,

1902    30. April: Uraufführung von Pelléas et Mélisande in der Pariser Opéra-Comique (gegen die Bestrebungen Maeterlincks, der seine Versprechungen rückgängig gemacht hatte und die Aufführung zu untersagen versuchte).

1903 Estaropes. - Musikalischer Berichterstatter am «Gil Blas«.
Reise nach London zu einer Aufführung von Wagners «Der Ring des Nibelungen». - Beitritt zur Jury für den Rom-Preis.

1904 Fetes galantes, 2. Serie. Trais chansons dc France. - Verleihung der Rosette der französischen Ehrenlegion.

1905   La mer. - Scheidung von Lily Texier. Verbindung mit Emma Bardac, geb. Moyse, deren Sohn seit 1901 Debussys Schüler ist. Bruch mit vielen seiner Freunde, die sein Benehmen mißbilligen. 30. Oktober: Geburt der Tochter Claude-Emma (Chouchou).

1905 - 1907    Images für Klavier.

1906 - 1908   Children's corner. Mehrere Opempläne (u. a. nach Stoffen von Edgar Allan Poe).
1908  Trois chansons dc Charles d'Orléans, - Eheschließung mit Emma Bardac, - Konzertreise nach London.
1909    Zweite Konzertreise nach England, die nach dem Londoner Konzert aus Gesundheitsgründen abgebrochen werden muß. -Mitglied des Obersten Rates des Pariser Conservatoires.

1910 Debussy dirigiert eigene Werke in Wien und Budapest. -Kontakt zu Igor Strawinsky. - Préludes, 1. Buch. Le promenoir des deux amants. Trois ballades de Froncois VilIon.

1911   22. Mai: Uraufführung von Le martyre de Saint-Sébastian
              im Théatre de Châtelet in Paris- - Konzertreise nach Turin.
1912     Images f¸r Orchester. - Mitarbeit an der "Revue Musicale S. M. 1. ".

1913   15. Mai: Uraufführung des Ballett, Jeux  von der Truppe Diaghilews in Paris.
           - Kinderballett La boite à  jonjoux; Préludes 2. Buch. Trois poêms de, Stiéphane Mallarmée - Konzertreise nach Rußland.
1914 Konzertreisen nach Rom, Den Haag und Amsterdam.
        - Revision der Chopin-Ausgabe für den Verlag Durant.

1915 En blanc et noir. Etudes. - Sommeraufenthalt in Pourville. Debussys seit
           1909 bestehendes Krebsleiden verschlimmert sich. Dezember:
           Operation. Nur kurzfristige Besserung.

-1917 Aufenthalt in Saint-Jean-de-Luz.Debussys Krankheit läßt seine Schaffenskraft erlahmen. - Sonate für Violine, und Klavier das letzte vollendete Werk.

1918            26. März: Tod Debussys in Paris.